Sonntag, Mai 11, 2008

 

Ferrocarril Eléctrico del Guadarrama - die einzige Meterspurlinie von Renfe

Renfe betreibt eine einzige Meterspurlinie. Sie führt von Cerdedilla über die
Puerto de Navacerrada (1.858 m) nach Cotos. Die Strecke wurde 1923 eröffnet, ist etwa 18 km lang und gehört zu den Cercanías Madrid (Linie 9). Sie ist mit 1500 V elektrifiziert und weist Steigungen bis 70 °/oo auf.

Zwei weitere seltsame Dinge zu dieser Bahn:

1) Google Maps und Google Earht kennt diese Bahn nicht, das sie offenbar in den Kartendaten von Teleatlas fehlen.

2) Bei den Spaniern wird diese Bahn auch als Funicular Navacerrada bezeichnet, obwohl die Bahn nichts mit einer Standseilbahn zu tun hat. Google findet den Begriff über 2000 Mal.


Puerto de Navacerrada
Bahnhof an der Puerto de Navacerrada



Meterspurgleis mit Fahrleitung (Wikipedia)

Streckenführung

Größere Kartenansicht


Ursprünglich verkehrten auf der Strecke drei von den Schweizer Firmen Schlieren und Secheron gebaute Triebwagen mit Holzkasten. Sie wurden 1973 vom spanischen Busbauer Sunsundegui mit neuen Kasten versehen und 1982 ausrangiert. Einer ist noch als stationäres Objekt an der Station Cerdedilla erhalten.


Triebwagen 431 an der Station Cerdedilla
Listadotren


In den 60er Jahren baute SECN, die staatliche spanische Werft, drei Züge, welche auf Grund iherer Herkunft Navales genannt wurden. Auf Grund von Traktions und Bremsproblemen sind sie aber nach nur sechs Jahren wieder von der Linie verschwunden.

1976 und 1982 hat die Bahn dann je drei Triebwagen mit Steuerwagen erhalten. Diese Wagen wurden von MTM(Maquinista Terrestre y Marítima, Barcelona), Schlieren und BBC gebaut und sind heute noch als Serie 442 in Betrieb. Die Wagen sind konstruktiv von den Fahrzeugen der Lausanne - Echallens Bahn abgeleitet.


Triebwagen der Serie 442



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Samstag, Mai 10, 2008

 

Strassenbahnen in Madrid

Madrid besitzt nach London die zweitgrösste Metronetz Europas.

Wie in vielen Ländern kehrt auch in Spanien die Strassenbahn ins Stadtbild zurück. Im Gegensatz zur U-Bahn lassen sich neue Strecken verhältnissmässig schnell und billig errichten. Ausserdem erreichen die Fahrgäste das Transportmittel schneller weil die Stationen sich auf Strassenniveau befinden.

In Madrid gibt es mittlerweile drei Strassenbahnlinien. Weiter südlich im Vorort Parla gibt es ebenfalls eine Strassenbahnlinie. Noch weiter südlich in Valdemoro soll ebenfalls eine Strassenbahnlinie entstehen.

Hier einige Bilder von der ML1, der ersten Strassenbahn in Madrid.

Metro Ligero ML1

Metro Ligero ML1

Die Haltestellen fügen sich diskret ins Strassenbild ein.
Details könnten verbessert werden:

Metro Ligero ML1

Metro Ligero ML1

Die Fahrzeuge sind Citadis Strassenbahnwagen von Alstom. Ddie erste Serie umfasst 70 Zweirichtungsfahrzeuge, die 2004 für 140 Mio EUR bestellt wurden.


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Renfe: Tren de la Fresa

Im Sommerhalbjahr lässt die spanische Staatsbahn einen Dampfzug zwischen Madrid und Aranjuez verkehren. Der Erdbeerzug startet um 10:00 in Madrid Atocha und kehrt um 17:00 von Arajuez zurück. Gefahren wird an den Wochenenden im Mai bis Juli.

Dieses Jahr wird er von einer Garrat Lok 282F-0421 gezogen. Ich habe mich trotz Regen aufgemacht den Zug zu filmen. Ohne Stativ ist es eine holperige Sache geworden.



Deshalb hier noch eine Foto vom nächsten Tag. Leider war da die Angstdiesellok vorne statt hinten am Zug.
Tren de la Fresa

Durchfahrt in Valdemoro ist übrigens 10:40.

Hier noch der Link zur offiziellen Tren de la Fresa Seite.

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Sonntag, Mai 04, 2008

 

Kiruna: Erste Versuche mit 30 t Züge nach Narvik

Am 21. April ist erstmals ein Zug mit den neuen Wagen für 30 t Achslast von Kiruna nach Narvik gefahren. Der 750 m lange Zug bestand aus 66 Wagen, die mit 6400 t Pellets beladen waren. Auf der Strecke von Kiruna nach Luleo sind schon seit mehreren Jahren Wagen mit 30 t Achslast unterwegs. (Sveriges Radio)

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Freitag, Mai 02, 2008

 

S-Bahn in Rot

Die Sihltal-Zürich-Uetlibergbahn übernimmt von der SBB zwei Doppelstockzüge der ersten Generation. Der erste ist bereits im Einsatz. (bahnonline.ch)

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Sonntag, April 27, 2008

 

ICE wegen Schafen entgleist

Ein ICE entgleist bei Fulda wegen Schafen. 20 Verletzte. Reuters
Bleibt die Frage offen, weshalb die Schafe auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke gelangen konnten. Gab es Löcher in den Zäunen oder sind die Schafe einfach darüber gesprungen?

In Skandinavien kommte es manchmal zu Kollisionen mit Rentierherden oder einzelnen Elchen. Meistens werden dabei die Endhahnen mit den Luftschläuchen abgeschlagen. Damit der Zug trotzdem Umfall weiterfahren kann, schlägt der Lokführer mit einem Hammer einen auf der Lokomotive mitgeführte Holzzapfen in die abgebrochenen Luftleitungen. Diese Zapfen heissten Elkplug.

In Indien gibt es sehr viele Unfälle mit Tieren. Die Lokomotiven haben deshalb an jedem Ende jeweils zwei Hahnen in Serie in den Luftleitungen. Einer ist ganz normal aussen an der Pufferbohle angebracht, der zweite befindet sich unmittelbar hinter der Pufferbohle im Untergestell. Wenn der äussere Hahn abeschlagen wird, muss einfach der innere geschlossen werden. Er ist etwas schwierig von aussen zu erreichen, dadurch aber auch gegen Missbrauch geschützt.

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Sonntag, April 20, 2008

 

Kein neuer HGV Bahnhof für Madrid

Der Bürgermeister von Madrid hätte gerne für die Hochgeschwindigkeitszüge einen neuen Bahnhof im Südosten der Stadt gebaut. Die Idee ist aber bei der spanischen Infrastrukturbehörde Adif nicht auf gegenliebe gestossen. Die neue Station wäre in Abroñigal auf dem Gelände des jetzigen Containerterminals geplant gewesen.



Madrid befürchtet, dass der bestehende Bahnhof Puerta de Atocha mit den neuen HGV Linien nach Levante, Extremadura und Portugal überlastet sein wird und die Anbindung an das innerstädtische Verkehrssystem nicht gelöst werden könnte.

Ein Stadttunnel für Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Atocha und Chamartin soll für Verbesserung sorgen. Wenn der Tunnel mit genügend grossem Querschnitt gebaut würde, hätte darin auch noch gleich eine Metrolinie platz. (Zur Erinnerung: es gibt bereits einen Tunnel für die Vorortszüge und eine U-Bahnlinie zwischen den beiden Bahnhöfen, ein weiterer Tunnel für die Vorortszüge ist bereits im Bau)

Die Umlegung von Fernverkehrsverbindungen in andere Bahnhöfe ist immer eine städtebauliche Gratwanderung. Ein typisches Beispiel ist Kassel, das sich bis heute nicht vom Umzug des Fernverkehrs vom Hauptbahnhof nach Willhelmshöhe erholt hat. Au dieser Sicht ist der Entscheid von Adif sicher richtig.

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Sonntag, April 13, 2008

 

Österreich: Unfall in Neumarkt-Kallham

Beteiligte Züge:
DB 185 050 mit Güterzug 44925
DB 151 mit leerem Kohlenzug 47926

Zusammenstoss im Bahnhof Neumarkt-Kallham auf de Strecke Wels – Passau.
Datum: Freitag, 11.4.2008, ca. 11 Uhr.


Vermutlicher Unfallablauf:
Wegen dem Streckenausbau Wels – Passau war in Neumarkt-Kallham eingleisiger Betrieb. Der aus Passau kommende Güterzug sollte ausweichen, der leere Kohlenzug das Hauptlgeis befahren. Die Züge sind in der Ausfahrt in Richtung Wels zusammengestossen. Dabei sind die Lokomotive des Güterzuges und zehn Wagen entgleist. Weiter wurde die Fahrleitung beschädigt. Wahrscheinlich hat der aus Passau kommende Zug das Halt zeigende Ausfahrsignal überfahren.

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